Theater in der Stephanskirche: „Die Jungfrau von Orléans“ von Friedrich Schiller

Das Theater im Gärtnerviertel bringt in Kooperation mit der Kirchenmusik St. Stephan und dem musica-viva-chor bamberg unter der Leitung von Ingrid Kasper das Drama „Die Jungfrau von Orléans“ von Friedrich Schiller in der Kirche St. Stephan zur Aufführung.
Es ist Krieg. Im Jahr 1429 tritt ein 16-jähriges Mädchen aus einem abgelegenen Dorf vor die Welt und verkündet, sie wolle die größte Armee der Welt schlagen und ihr Land befreien.
Ihre Geschichte ist zur Legende geworden: Jeanne d´Arc, genannt die Jungfrau von Orléans, ist die Waffe Gottes auf Erden. Mit 13 hört sie Stimmen und zieht aus, um ihre Mission zu erfüllen. Mit 16 ist sie auf dem Höhepunkt ihres Wirkens und wendet das Kriegsglück zugunsten Frankreichs. Mit 19 Jahren stirbt sie, von allen verlassen, einen grausamen Tod. Eine Märtyrerin, eine Heilige, ein Hirtenmädchen geht seinen steinigen Weg.
Aus diesem Stoff hat Friedrich Schiller seine romantische Tragödie „Die Jungfrau von Orléans“ gemacht. Schiller löste seine Johanna von der historischen Vorlage und lässt Johanna am Konflikt von Mission und Leidenschaft und Liebe zerbrechen - und nicht wie die historische Jeanne d`Arc auf dem Scheiterhaufen der Inquisition sterben. Seine Tragödie der Gotteskriegerin Johanna zeigt sie als aktive Täterin, die sich selbst zum Instrument macht, von ihrem Vater zu Fall gebracht, von der Gesellschaft geopfert und dann zum Nationalmythos erklärt wird. Johanna - eine Selbstmordattentäterin, eine Heilige, eine Superfrau, eine Patriotin, eine Legende.
Inszenierung / Dramaturgie: Nina Lorenz Musikalische Leitung und Orgel: Ingrid Kasper Kostüme / Bühne: Denise Leisentritt Es spielen: Stephan Bach, Jonathan Bamberg, Valentin Bartzsch,  Ursula Gumbsch, Martin Habermeyer Es singen Mitglieder des musica-viva-chores bamberg, der Kantorei, der Jugendkantorei und des Gospelchors St. Stephan.
Spielort: Stephanskirche; Beginn jeweils 20 Uhr
Premiere: 24. September; weitere Termine: 25. September; 1., 6., 7., 13., 14., 15., 16., 20., 21., 22. Oktober
Ab dem 20. Juli sind Karten bei den Vorverkaufsstellen BVD, Lange Str. 39/41, Tel. 9 80 82 20, und im Geschäft Betten Friedrich, Obere Königstr. 43, Tel. 2 75 78, erhältlich.