Das Bild hinter dem Altar

Das große Bild an der Wand hinter dem Altar illustriert einige Worte aus dem 53. Kapitel im Buch des Propheten Jesaja. Der äthiopische Minister, der Philippus auf seinem Heimweg begegnet (siehe den Philippus-Bilderzyklus) liest in diesem Kapitel. Philippus erklärt ihm darauf, wie die Worte des alttestamentlichen Propheten zu verstehen sind.

Der Jesajatext erzählt vom Leiden eines besonderen, von Gott kommenden Menschen für andere. Dieser Mensch ist Jesus Christus, der von Gott gekommen ist und für die Menschen gelitten hat und gestorben ist.

Altarbild Philippus

Auf dem Bild von Hubert Distler kommt Jesus von oben aus dem Bereich Gottes herab. Gott wird als Auge dargestellt, ein traditionelles Symbol. Farblich vereinigt Jesus in sich das Blau des Himmels und die Töne der Erde. Er wird bereits bei seinem Kommen aus dem Himmel als Leidender mit vielen Wunden dargestellt.

Sein Weg führt ihn in die Krippe von Weihnachten. Hier wurde Gott Mensch. Die Krippe ist allerdings so dargestellt, dass auch sie bereits eine Andeutung der späteren Kreuzigung enthält. Wenn man die Linien etwas nach rechts aufrichten würde, entstände aus der Krippe ein Kreuz. Doch das Blau Gottes bzw. des Himmels greift noch unter den Querbalken des Kreuzes und setzt sich sogar (im obigen Foto durch das Lesepult verdeckt) noch auf der Erde fort. In Jesus, und gerade durch sein Leiden und Sterben, ist Gott selbst zu uns Menschen auf die Erde gekommen und hat alles verändert.